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Der vielseitige Einsatz des Therapielasers in der Veterinärmedizin

Der Therapielaser hat heute seinen fixen Platz in der tierärztlichen Praxis gefunden. Ob zur Unterstützung der Wundheilung oder als Möglichkeit Akupunkturpunkte schmerzfrei zu stimulieren, die Vielseitigkeit im Einsatz macht bei entsprechender Schulung diese Geräte bald zu unverzichtbaren Helfern im Therapiealltag. Unsere Partner aus der Medizintechnik halten unzählige Modelle bereit – eine kurze Auseinandersetzung mit den technischen Details hilft beim optimalen Einsatz.

Die gängigen Modelle arbeiten im Rotlicht- und nahen Infrarotbereich. Die Eindringtiefe steigt dabei mit der Wellenlänge. Der Infrarotlaser dringt also tiefer ins Gewebe ein als der Rotlichtlaser. Dafür ist der Rotlichtlaser etwas energieeffizienter und kann mit niedrigerer Ausgangsleistung den gleichen therapeutischen Effekt erzielen wie ein Infrarotlaser mit höherer Ausgangsleistung.

Um die höheren Ausgangsleistungen des infraroten Laserstrahls gewebeverträglicher zu machen werden diese gerne nach bestimmten Frequenzen zerhackt. So entstehen Frequenzlaser. Rotlichtlaser werden hingegen meist im Dauerstrich (continous wave) angeboten. Auch Kombinationen mehrerer Wellenlängen machen Sinn.

Die Wellenlänge ist aber nicht das einzige Kriterium für die Eindringtiefe. Da wär einmal noch die Ausgangsleistung des Lasers. Ein 10 mW „continous wave“ – Laser dringt nicht so tief ein wie ein 60 mW-Laser derselben Wellenlänge. Und dann ist noch die Qualität des zu bestrahlenden Gewebes ein Faktor. Hämoglobin absorbiert einen Teil des Laserlichts (gut durchblutete Muskulatur kann der Laser also nicht so gut durchdringen wie weniger durchblutetes Fettgewebe) ebenso wie Melanineinlagerungen in der Haut (dunkle Haut lässt nicht so viel Laserlicht durch wie helle Haut).

Um im Gewebe Reaktionen hervorrufen zu können muss ein sogenannter Photoakzeptor vorhanden sein, der mit den vom Laserstrahl eingebrachten Photonen interagieren kann. Diese sitzen in den Mitochondrien der Zellen. Durch Stimulierung der darin ablaufenden Atmungskette steht dem Gewebe mehr Energie in Form von ATP zur Verfügung und kann wieder für wichtige Zellfunktionen genutzt werden. Die daraus resultierenden Effekte des Laserlichts lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Analgetischer Effekt
  • Entzündungshemmender Effekt
  • Antiödematöser Effekt
  • Verbesserte Mikrozirkulation
  • Verstärkte Zellproliferation

Dadurch ergeben sich Einsatzmöglichkeiten bei Wunden, Verbrennungen, Ulcera, Insertionstendopathien, Neuralgien aber auch in der Störfeldtherapie und um Akupunkturpunkte zu stimulieren.

Mit Spezialtechniken wie der abakteriell photodynamischen Lasertherapie (Technik zur Keimreduktion in Wundtaschen, Fistelkanälen oder verschmutzten Wundoberflächen) lässt sich das Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten noch erfreulich erweitern.

Soweit ein kurzer Streifschuß durch die Materie – einen vertiefenden „Lasertag“ bieten wir im Herbst 2023





 

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Dipl. Tzt. Christine Kranabetter (Laserschutzbeauftragte)
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